Dr. Gartners Top-Tipps: Abwehr stärken im Alltag

So stärken Sie einfach und gezielt Ihr Immunsystem

Die eigene Abwehr aktiv stärken? Ja, das ist möglich. Ernährung, Bewegung und Regeneration bzw. Psychohygiene sind die wichtigsten Lebensbereiche, die Einfluss auf die Gesundheit im Allgemeinen und das Immunsystem im Speziellen haben. Erst an zweiter Stelle kommen medizinisch-prophylaktische Maßnahmen wie etwa die zusätzliche Einnahme von Vitamin C und D und Zink. Mit den folgenden acht, einfach umzusetzenden Tipps von Dr. Gartner, dem medizinischen Leiter im Gesundheitszentrum Park Igls, stärken Sie Ihr Immunsystem im Handumdrehen.

Gesundheitszentrum Park Igls in Tirol

1. AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG:
AUSREICHEND GEMÜSE UND OBST

So wird unser Organismus mit jenen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt, die für ein gut funktionierendes Immunsystem essenziell sind: Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C, Zink, Selen und Eisen. Besonders reich an Mikronährstoffen sind beispielsweise Knoblauch, Kohl, Brokkoli, Karotten, Beeren, Nüsse und Trauben. Wichtig ist dabei, sich nicht vollständig auf nur ein oder zwei solcher »Powerfoods« zu verlassen, denn keines der genannten Nahrungsmittel enthält alle essenziellen Stoffe. Auch »Superfood-Superstars« wie Goji-Beeren, Chia-Samen oder heimische Heidelbeeren können niemals alles gleichzeitig bieten, was der Körper braucht. Daher ist immer ein ausgewogener Mix die richtige Wahl.

2. SONNENLICHT = VITAMIN D

Für ein gut funktionierendes Immunsystem – und nicht nur dafür! – ist ausreichend Vitamin D unerlässlich. Nur etwa 20 Prozent unseres Vitamin-D-Bedarfs können wir über die Nahrungszufuhr abdecken, Lachs ist dabei der bekannteste Vitamin-D-Lieferant. Den Großteil von 80 Prozent stellt der Körper selbst her, und zwar unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut. Auch wenn uns die meisten Hautärzte am liebsten ausschließlich im Schatten sähen – ein paar Minuten direktes Sonnenlicht täglich sind einfach (lebens-)notwendig. Abwehr stärken wird uns so sehr leicht gemacht.

3. GENÜGEND TRINKEN

Trinken wir zu wenig, trocknen als Erstes unsere Schleimhäute aus. Dadurch haben wir im Kampf gegen Bakterien und Viren ganz automatisch schlechtere Karten. Gerade Viren wie das zu trauriger Berühmtheit gelangte Coronavirus können ganz einfach aus dem Rachenraum weggespült werden: Durch regelmäßiges Trinken kann die Gefahr eines Lungenbefalls reduziert werden. Durch reichlich Flüssigkeit – vor allem Wasser – werden außerdem saure Giftstoffe aus dem Bindegewebe ausgewaschen und können dann abtransportiert werden. So kommt es zur Entsäuerung und das Säure-Basen-Gleichgewicht ist wiederhergestellt – simples Detox und Grundvoraussetzung für ein effizient arbeitendes Immunsystem!

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4. AUSREICHEND BEWEGUNG –
JEDOCH NICHT ÜBERANSTRENGEN!

Bei jeder Art von körperlicher Bewegung kommt es zu einer Stimulation des Immunsystems, es arbeitet dann schneller und effektiver, da mehr immunaktive Zellen gebildet werden. Aber Vorsicht: Wer es beim Sport übertreibt, riskiert das Gegenteil. Nach extremer körperlicher Belastung kann es passieren, dass das Immunsystem vorübergehend einbricht, in der Psychoneuroimmunologie ist dies als »Open-Window- Phänomen« bekannt und gefürchtet. Also: Laufen, Schwimmen oder Radfahren – aber alles mit Maß und Ziel!

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5. NICHT RAUCHEN!

Neben der bekannten krebs- und infarktfördernden Wirkung haben Zigaretten auch einen schlechten Einfluss auf das Immunsystem. Die Schleimhäute trocknen aus, Entzündungen entstehen und das natürliche Reinigungssystem unserer Atemwege wird blockiert. Abwehr stärken schaut anders aus!

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6. WENIGER STRESS, MEHR SCHLAF

Bei übermäßigem Stress bildet der Körper Botenstoffe, die nicht nur zu Bluthochdruck, Übergewicht und Schlaganfall führen können, sondern die auch das Immunsystem einschränken. Ähnliches geschieht bei chronischem Schlafmangel: Schlaflosigkeit verringert die Zahl unserer Immunzellen. Gönnen Sie sich deshalb regelmäßige Auszeiten und vermeiden Sie alles, was Ihnen den Schlaf raubt: zu hohe Raumtemperatur, blaues Licht (Handy, Tablet usw.), spätes Essen, zu viel Alkohol.

7. KÖRPERLICHE HYGIENE

Hierzu zählt natürlich auch das (mittlerweile medial etwas überstrapazierte) Händewaschen, um die Aufnahme von Krankheitserregern durch Berühren von Mund, Nase oder Augen zu verhindern.

8. DARMSCHONUNG

Vermeiden Sie alles, was Ihrem Darm und damit Ihrem Immunsystem schadet: zu spätes Essen, Rohkost am Abend, hastiges Essen, Zwischenmahlzeiten. Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten ausreichend, nicht jedoch zum Essen. Lassen Sie ein- bis zweimal wöchentlich das Abendessen ausfallen. Und zuletzt das Credo aller Mayr-Ärzte: kauen, kauen, kauen – und ein- bis zweimal jährlich eine Mayr-Kur. Sie werden sehen: Ihre Abwehr stärken Sie auf diese Weise am effizientesten.

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Dr. med. Peter Gartner – Arzt für Allgemeinmedizin, Mayr-Arzt, medizinischer Leiter im Gesundheitszentrum Park Igls.