Lebensqualität nachhaltig steigern

Schlaf im Fokus

Im Gesundheitszentrum Park Igls steht – dem Namen folgend – die Gesundheit im Zentrum, körperlich wie psychisch. Der Fokus liegt auf gesunder Ernährung, bewusster Bewegung und tiefgreifender Regeneration, vereint mit der traditionellen Frühdiagnostik nach F. X. Mayr und modernsten schulmedizinischen Methoden.

Die Moderne Mayr-Therapie reinigt Körper und Geist und stärkt das Immunsystem. In Kombination mit gezielten und bewussten An- und Entspannungsphasen sowie verschiedenen Therapieangeboten geht es darum, sein (seelisches) Gleichgewicht wiederzufinden, um damit seine Resilienz, also seine psychische Widerstandsfähigkeit zu stärken. Während der Kur wird dabei eines fast immer zum Thema: der Schlaf, der während des Aufenthaltes ob genereller Dünnhäutigkeit und der Entgiftungsvorgänge im Körper nicht immer ein guter ist. Doch auch abseits davon spielen Schlafstörungen und deren Behandlung im Park Igls ihre Rolle. Für die Ursachenfindung und Diagnoseerstellung steht ein mobiles Schlaflabor zur Verfügung, geholfen wird unter anderem mit Schlafcoachings oder Hypo-Akupunktur.

Lavendel

Verschlafen

Rund ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen. Es gibt auf der Welt keine bekannte Spezies, die nicht schläft, wenngleich alle Lebewesen es auf unterschiedliche Weise tun. So verkehrt kann Schlaf also nicht sein, selbst wenn es evolutionsbiologisch eigentlich Quatsch ist: Wir schließen die Augen, verlieren das Bewusstsein für die Außenwelt, das Gefühl für Raum und Zeit, sehen Dinge, die nicht da sind, und können uns während dieser Zeit weder verteidigen noch ernähren oder fortpflanzen. Dennoch müssen wir schlafen.

Gesunder Schlaf regeneriert nicht nur den Körper, er ist zudem Voraussetzung für ein funktionierendes Gehirn. Rund ein Viertel aller Österreicher*innen leidet indes unter Beeinträchtigungen des Nachtschlafs. Das ist nicht zwangsläufig ein Problem, kann aber zu einem werden. Wir haben mit Dr. Peter Gartner, medizinischer Leiter des Park Igls, sowie der klinischen Neuro- und Gesundheitspsychologin Mag. Dr. Melanie Robertson ebendort gesprochen – darüber, wann Handlungsbedarf bei Schlafstörungen besteht, übers Träumen und warum man das Bett ausschließlich zum Schlafen nutzen sollte (und gegebenenfalls, um darin Sex zu haben).

Schlafstörungen sind mittlerweile zu einer Zivilisationskrankheit geworden. Nun schläft jeder einmal schlecht, wann aber ist es an der Zeit, sich Hilfe zu holen?

Melanie Robertson: In erster Linie hängt dies vom subjektiven Leidensdruck ab. Wenn jemand wenig schläft, aber sich dadurch nicht negativ beeinträchtigt fühlt, ist keine Behandlungsbedürftigkeit gegeben. Sobald jedoch die Lebensqualität darunter zu leiden beginnt, lohnt es sich, eine Intervention zu starten und sich Hilfe zu suchen.

Peter Gartner: Generell unterscheidet man bei Schlafstörungen zwischen Ein- und Durchschlafstörungen. Gerade bei zweiteren ist das Problem oft gar keines, weil kein Mensch tatsächlich die ganze Nacht durchschläft. Untersuchungen im Schlaflabor machen deutlich, wie oft man in der Nacht erwacht. In der Regel hat man das am Morgen vergessen, es gibt jedoch Menschen, die nehmen dieses Aufwachen bewusster wahr und haben dann das Gefühl, schlecht zu schlafen.

Melanie Robertson: Uns ist es deshalb wichtig, unseren Patient*innen entsprechende Informationen an die Hand zu geben. Während des Nachtschlafs gar nicht zu erwachen, wäre völlig abnormal, nur wissen das die wenigsten. Das Wissen darum hilft wiederum vielfach, den Druck aus dem Thema zu nehmen. Denn schon allein die Erwartungshaltung beim Schlafengehen, dass man ohnehin nicht durchschlafen kann, führt bei vielen zu Stress. Die Angst vor der Angst führt folglich zu tatsächlichen Schlafproblemen. Aus diesem Teufelskreis gilt es auszubrechen.

Schlafen

Wie können Schlafstörungen professionell behandelt werden?

Melanie Robertson: Wurden alle körperlichen und neurologischen Ursachen ausgeschlossen, ist das Schlafcoaching eine wunderbare Arte, die Schlafqualität zu verbessern. Im Zuge dessen wird Wissen über den Schlaf vermittelt und wir geben Werkzeuge an die Hand, mit denen oftmals nur durch kleine Verhaltensänderungen viel erreicht werden kann. Bei hartnäckigen Schlafstörungen können vorübergehen Medikamente Schlafanstöße geben. Mittlerweile gibt es Präparate, die nach vier bis sechs Stunden vom Körper bereits wieder vollständig abgebaut werden, dennoch bleibt natürlich die Ursachenforschung und -behandlung das Mittel der Wahl. Für diese Ursachenfindung braucht’s oft gar nicht viel. Zwei, drei Einheiten können bereits viel verändern und bewegen.

Peter Gartner: Sollte ein Schlafcoaching allein nicht ausreichen, bieten wir in unserem Haus die so genannte Hypno-Akupunktur an, eine Kombination aus medizinischer Hypnose und Akupunktur. Bei Zweiterer geht es um den Ausgleich der Energieflüsse im Körper, die Hypnose beschäftigt sich mit der Psyche. Der Patient wird in einen Zustand der Trance versetzt, um folglich in dessen Unbewusstes vorzudringen. Dieses steuert unter anderem unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und wenn das Unbewusste – vereinfacht gesagt – kapiert hat, dass man schlafen kann, wenn man will, ist sehr viel geholfen.

Warum müssen wir überhaupt schlafen?

Melanie Robertson: Schlaf ist vor allem dazu da, Körper und Geist zur Ruhe zu bringen und die Psyche zu regenerieren. Gerade in der Nacht finden viele Verarbeitungsprozesse statt – vorrangig in unseren Träumen.

Sagen Träume etwas über unsere Schlafqualität aus?

Melanie Robertson: Nein. Und selbst wenn es aufwühlende Träume sind, sind sie wichtig. Diese weisen auch nicht zwingend auf ein gravierendes Problem hin, sondern sind Teil dieser Verarbeitungsprozesse. Über die Qualität des Schlafes sagt letztlich nur das persönliche Befinden am nächsten Tag etwas aus.

Zimmer im Park Igls

Wieviel Schlaf ist normal?

Melanie Robertson: Die Frage ist weniger, was allgemein „normal“ ist, denn ob man persönlich ausreichend schläft. Oft wird Schlafqualität mit Schlafquantität verwechselt. Es gibt Menschen, die kommen mit fünf Stunden Schlaf völlig aus. Fühlen sie sich am nächsten Tag fit und ausgeruht, braucht man daran nichts zu ändern. Hat man untertags jedoch ein vermehrtes Schlafbedürfnis, kann sich schlecht konzentrieren, schläft bei monotonen Arbeiten oder beim Autofahren fast ein, wird es zum Problem. Tatsächlicher Schlafmangel, wenn also jemand weniger schläft, als es Körper, Gehirn und Psyche brauchen, kann das Übergewicht begünstigen, zu Bluthochdruck führen und langfristig das Immunsystem schwächen, was eine Vielzahl weiterer Krankheiten zur Folge haben kann. Dazu wirkt sich Schlafmangel negativ auf die Psyche aus und kann bis zu Depressionen führen.

Peter Gartner: Tatsächliche Schlafstörungen gehören unbedingt behandelt. Die Schlafqualität lässt sich dafür mittels Polysomnographie im Schlaflabor messen, bei der zum Beispiel die Sauerstoffsättigung im Blut während des Schlafes beobachtet wird. Sind Blutdruck und Puls im Normbereich, abwechselnde Gehirnaktivitäten messbar und eine bestimmte Anzahl an Schlafzyklen durchgemacht worden, kann man objektiv sagen, dass es so aussieht, als wäre es ein erholsamer Schlaf gewesen. Das Entscheidende bleibt aber selbst dann die subjektive Empfindung. Schlaflaboruntersuchungen empfehlen sich übrigens auch bei Schnarchen. Das ist an sich kein großes Problem und vielfach – meist für den Partner – einfach lästig. Kritisch wird es bei der so genannten Schlafapnoe, bei der es zu teilweisen Atemaussetzern im Schlaf kommt.

Melanie Robertson: Viele Menschen haben das Gefühl, insbesondere in der zweiten Nachthälfte schlecht zu schlafen und lange wachzuliegen. Die zweite Nachthälfte ist tatsächlich jene, in der wir einen überwiegend leichten Schlaf haben. Auch hier kann es ganz hilfreich sein, in einem Schlaflabor untersuchen zu lassen, ob man tatsächlich nicht schläft oder nur das Gefühl hat. Wovon ich hingegen gänzlich abrate, sind Schlaf-Apps. Die bitte sofort löschen! Der Schlaf soll etwas Natürliches sein. Es gibt Menschen, bei denen ist das subjektive Empfinden am Morgen ein gutes, aber die App sagt, man habe zu wenig geschlafen oder zu lange wachgelegen, und schon hat man das Gefühl, etwas sei falsch gelaufen.

LUST AUF MEHR?

Weitere Informationen und Wissenswertes zur Moderne Mayr-Medizin sowie der positiven Wirkung auf Ihre Gesundheit finden Sie in unserem Bereich Moderne Mayr-Medizin – Neues aus Medizin & Forschung.