Faszien

… oder Faszi(e)nierend!

Die Faszien – das elastische Bindegewebe – sind 0,3 bis 3 Millimeter dick und umhüllen Muskeln, Knochen, Gelenke, Organe und Nerven und verbinden sie miteinander. Sie bestehen aus Kollagenfasern, Wasser und Bindegewebszellen und sind die »Stoßdämpfer des Körpers«.

Lange Zeit betrachtete man die Faszien als eher nutzloses und uninteressantes »Hüllgewebe«; ihre Bedeutung für Gesundheit und Fitness wurde viel zu lange unterschätzt. Mittlerweile weiß man aber, dass sich in den Faszien über achtzig Prozent der freien Nervenenden und Schmerz­rezeptoren befinden – viel mehr als in jedem Muskel. Mediziner, Therapeuten und Forscher bezeichnen das Fasziengewebe als »größtes Sinnesorgan des Menschen« und empfehlen regelmäßiges Training sowie eine basenreiche Ernährung, die vor Elastizitätsverlust durch Übersäuerung schützt.

Verkleben oder verhärten die Faszien, sind Beschwerden vorprogrammiert. Regelmäßiges Training, zum Beispiel mit einer Faszienrolle oder durch gezielte dynamische Bewegungen, ist daher wichtig, denn Fehlhaltungen, Bewegungsmangel und Stress wirken sich nicht nur auf die Muskulatur, sondern auch auf die Faszien aus.

Auch wenn Faszien erst im Ansatz erforscht sind, scheint bereits jetzt klar zu sein, dass sie wohl für einen Großteil der unerklärbaren Rückenschmerzen verantwortlich sind. Eine bahnbrechende Erkenntnis, denn immerhin gelten heute noch immer achtzig Prozent aller Kreuzleiden als medizinisch nicht erklärbar! Der Faszienforscher Dr. Robert Schleip spricht in diesem Zusammenhang gerne vom »Dominoeffekt des Körpers« und verweist darauf, dass beispielsweise eine Verletzung am Knie auch Jahre später noch Auslöser von Schulterschmerzen sein kann. Es sei »wie mit einem elastischen, haut­engen Trikot: Ein Zupfer unten ist oben noch spürbar«.

Vitamin D in der Modernen Mayr-Medizin

FASZIENTRAINING

Forward Bend

  • Stellen Sie sich hüftbreit hin.
  • Rollen Sie – beginnend mit dem Kopf – langsam Wirbel für Wirbel nach unten.
  • Gehen Sie so tief, bis Sie eine angenehme Dehnung spüren.
  • Entspannen Sie bewusst Rücken und Nacken und lassen Sie die Schwerkraft arbeiten.
  • Dann langsam, Wirbel für Wirbel, wieder aufrichten.
  • Dehnposition etwa 2 Minuten halten, 3 Wiederholungen.
Faszientraining Forward Bend
Faszientraining Wippen

Wippen

Stärkt den oberer Rücken, die hintere Schultermuskulatur, Rückenstrecker

  • Stellen Sie sich vor eine Wand.
  • Strecken Sie die Arme aus und platzieren Sie die Hände auf Schulterhöhe.
  • Winkeln Sie die Ellenbogen an und bringen Sie die Brust nahe zur Wand. Der Körper bleibt gerade und der Rumpf unter Spannung.
  • Drücken Sie sich wieder von der Wand weg.
  • 3 Sets zu je 20 Wiederholungen

Wichtig: Führen Sie die Übung dynamisch und federnd aus. Versuchen Sie, den gesamten Körper in Spannung zu halten.

Kobra

  • Legen Sie sich auf den Bauch und legen Sie die Hände neben der Brust ab.
  • Heben Sie mithilfe der unteren Rückenmuskulatur langsam den Oberkörper an, auf den Händen lastet möglichst wenig Gewicht.
  • Öffnen Sie die Brust und bringen Sie die Schulterblätter zusammen und nach unten.
  • Position etwa 2 Minuten halten, 3 Wiederholungen

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