Tipps gegen Erkältungskrankheiten

Bild: © Sigrid Roßmann / Pixelio

Der Beginn der kalten Jahreszeit geht für viele von uns mit einer Erkältung einher. Im Parkhotel Igls werden im Rahmen der Modernen Mayr-Medizin einige Behandlungen zur Vorbeugung oder zur Linderung der Beschwerden angeboten, die teilweise auch problemlos zu Hause angewandt werden können.

Wie kommt es zu einer Erkältung?

Eine Erkältung, oder auch grippaler Infekt genannt, ist eine virale Infektion der Atemwege. Die Bezeichnung „Erkältung“ ist etwas irreführend. Denn während ein Schnupfen oft nur durch Zugluft oder Kälte ausgelöst wird, erfolgt ein grippaler Infekt meist durch die Ansteckung von Mensch zu Mensch, wobei sogar schon die Berührung eines mit Viren infizierten Gegenstands ausreicht. Wird das Immunsystem mit den Krankheitserregern nicht mehr fertig, kommt es zu den typischen Symptomen wie Schnupfen, Husten, Hals- und Kopfschmerzen. Oft geht die Erkrankung außerdem mit erhöhter Körpertemperatur, Frösteln und einem Gefühl von Kraftlosigkeit einher. Eine Erkältung ist jedoch nicht mit einer „echten“ Grippe zu verwechseln, welche einen viel schwereren Verlauf hat, den Patienten für mehrere Wochen außer Gefecht setzen und sogar lebensbedrohlich werden kann.

Sanfte Mittel gegen Erkältung

Bevor man allzu schnell zum Medikamentenschrank greift, reichen oft schon sanfte Mittel in Kombination mit etwas mehr Bettruhe aus, um wieder gesund zu werden.

  • Die im SonnenMoor-Gurgelwasser enthaltene Blutwurz wirkt entzündungshemmend und stärkt bei regelmäßiger Anwendung das Immunsystem. Das Gurgelwasser hilft bei Heiserkeit und wird auch gern bei schlechter Raumluft vorbeugend angewandt. Erhältlich ist es in Apotheken und Drogerien, für Kinder auch ohne Alkohol.
  • Das Armkneippen wird zur Vorbeugung eingesetzt, regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an und hat besonders im Brust- und Kopfbereich eine positive Wirkung. Bei bereits bestehendem grippalem Infekt und Fieber sollte aber darauf verzichtet werden. Unter Armkneippen versteht man Wechselbäder, bei denen die Arme bis über den Ellenbogen zuerst in warmes und abwechselnd in kaltes Wasser eingetaucht werden.
    Als Faustregel gilt:
    – 5 Minuten warmes Wasser (36 bis 38°C),
      10 Sekunden kaltes Wasser (15°C)
    – 3 x warm, 3 x kalt im Wechsel
    – immer mit dem warmen Wasser beginnen und
       mit dem kalten Wasser aufhören

    Tipps gegen Erkältungskrankheiten

    Tipp bei Erkältungskrankheiten: Armkneippen

  • Das Inhalieren lindert Husten, macht die verschnupfte Nase frei und befeuchtet die gereizten Schleimhäute der oberen Atemwege. Wir empfehlen, 2 Teelöffel getrocknete Holunderblüten in einem Topf oder einer Schüssel mit dampfend heißem Wasser zu übergießen. Der heiße Dampf wird eingeatmet, und ein Handtuch über dem Kopf lässt dabei den Dampf nicht so schnell in die Umgebung entweichen. Komfortabler und ohne Augenreizungen funktioniert es mit einem Dampfinhalator, einem Gerät mit anatomisch geformtem Mund-Nasen-Aufsatz. Um festsitzenden, zähen Schleim aus den Bronchien zu lösen, benötigt man einen Vernebler, denn die damit erzeugten kleineren Tröpfchen können bis in die unteren Atemwege (Lunge) gelangen.
  • Als Hausmittel bei Husten wurde schon seit eh und je der schwarze Rettich eingesetzt: Schneiden Sie vom Rettich einen Deckel ab und höhlen den Rettich aus. Bohren Sie mit einem Küchenspieß oder einer Stricknadel ein Loch durch den Bauch des Rettichs und setzen ihn auf ein Glas. Anschließend füllen Sie den Rettich mit Kandiszucker und verschließen ihn mit dem Deckel. Nach einigen Stunden bzw. über Nacht tropft ein hustenlösender Sirup in das Glas. Der Rettich kann 2 – 3 Mal mit Kandiszucker nachgefüllt werden, danach verliert er seine Wirksamkeit und sollte durch einen neuen ersetzt werden.

    Tipps gegen Erkältungskrankheiten

    Tipp bei Erkältungskrankheiten: Schwarzer Rettich

  • Das Einreiben mit einem gängigen Erkältungsbalsam auf Basis von Kampfer, Menthol usw. bewirkt sofort eine Verbesserung der Atmung, quälende Reize im Hals und Rachen werden gelindert. Durch die Körperwärme werden wirksame Dämpfe aus den ätherischen Ölen freigesetzt. Es ist allgemein bekannt, dass der Balsam im Bereich von Brust, Hals und Rücken sanft einmassiert wird. Die Fußsohlen sollten jedoch keinesfalls vergessen werden, so gelangen die ätherischen Öle besonders gut in den Körper und optimieren die Wirkung.
  • Das Nasenrödern ist eine einfachere und weniger tief greifende Form der nasalen Reflextherapie. Es ist eine natürliche und schmerzlose Methode, chronische und auch akute Krankheitszustände zu behandeln. Dabei werden (hochwertige) Wattestäbchen mit speziellen ätherischen Ölen getränkt, unter die Nasenmuscheln geführt und nach ein paar Atemzügen wieder entfernt.
    Tipps gegen Erkältungskrankheiten

    Tipp bei Erkältungskrankheiten: Nasenrödern

    Das Nasenrödern wirkt auf das Regulationsgeschehen des Körpers und kann sehr vielseitig eingesetzt werden, nicht nur im Bereich der Atemwege wie beispielsweise bei Stirn- und Nebenhöhlenentzündung, chronischem Schnupfen, Bronchitis oder Asthma. Die Behandlung wirkt u. a. auch bei Migräne, Sehschwäche, Erkrankungen des inneren und äußeren Ohres sowie der Verdauungsorgane. Bitte wenden Sie das Nasenrödern zu Hause erst nach fachkundiger Anleitung sehr vorsichtig an.

  • Ein Topfen-Halswickel hilft bei akuten Halsentzündungen. Dazu gibt man den Topfen zwischen zwei Lagen eines Tuchs oder einer handelsüblichen Küchenrolle, drückt das Ganze vorsichtig flach und legt es auf Hals. Wichtig ist, dass vor allem der vordere und auch der seitliche Bereich des Halses bedeckt sind. Darüber wickelt man noch ein Handtuch oder einen Wollschal und lässt den Wickel 20 Minuten einwirken.

Tipp: Trinken Sie mindestens 2 bis 3 Liter pro Tag, vorzugsweise Tee – er wärmt den Körper von innen heraus und unterstützt Ihr Immunsystem. Lesen Sie hier nach, welche Kräuter und Gewürze sich besonders zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten eignen: Tees für die kalte Jahreszeit

Kommen Sie gesund und fit durch den Winter!
Ihr Parkhotel Igls Team