Idyllisch liegt der 3,5 ha große Lanser See am Sonnenplateau zwischen Lans und Igls, dem Naherholungsgebiet von Innsbruck. Im Sommer ist der See ein beliebtes Ziel für Badegäste mit großzügigen Liegeflächen und mit bis zu 25°C angenehm warmer Wassertemperatur bei bester Wasserqualität. Das Geheimnis sind aber weder die Wasserrutschen noch die Tretboote, auch nicht die FKK-Bereiche. Der Lanser See ist ein alpiner Moorsee, gespeist durch das Grundwasser und durch den unter Naturschutz stehenden Seerosenweiher, dem Lanser Moor.

Lanser See - Moor

Seerosenweiher "Lanser Moor"

Der Lanser See – ein mystischer Ort für böse Geister?

Moorgebiete galten früher als Ort böser Geister, bedrohlich und lebensfeindlich. Nicht zuletzt deshalb wurden Moore Jahrhunderte lang entwässert, abgetorft und in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. In so manchen Kriminalromanen und Gruselfilmen ist das Moor ein mystischer Ort des Schreckens. Im Kopf entstehen Bilder von versteckten, dunklen Seen, umgeben von Nebelschwaden und finsteren Gestalten. Das echte Geheimnis des Moors ist jedoch schon längst gelüftet und überhaupt nicht gruselig. Und der Lanser See? Wenn hier Geister wohnen, dann sind es allenfalls die guten.

Lanser See - Moor

Lanser See

Das Moor – ein urzeitliches Geschenk der Natur

Moore sind nach der letzten Eiszeit entstanden, als sich das Klima erwärmte, das Eis schmolz und sehr viele Niederschläge fielen. Der Grundwasserspiegel stieg und zahlreiche Täler und Senken wurden überflutet. Moore entwickeln sich, wenn sich in flachen Senken mehr Wasser ansammelt als abfließen kann. Der Sauerstoffmangel führt zu einem unvollständigen Abbau der pflanzlichen Reste, die als Torf abgelagert werden. Die Torfbildung ist ein sehr langsamer Prozess, die Schicht wächst nur etwa einen Millimeter pro Jahr.

Torf wurde anfangs lediglich als Brennmaterial und als Baustoff für Hütten verwendet. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird der Torf auch zu Heilzwecken genutzt. Dabei hatte schon Paracelsus die Wirksamkeit des Moorschlamms erkannt, und sogar lange Zeit zuvor, vor 4000 Jahren, verwendeten die Ägypter den Nilschlamm als Heilmittel.

Die heilende Wirkung des Moors

Über Jahrtausende hinweg konnten sich im Moor Heilkräuter, Pollen und Blüten ansammeln – frei von Bakterien. Das Moor enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Huminsäure, Spurenelemente, Kieselsäuren und ätherische Öle, die über die Poren der Haut in den Körper dringen. Der Körper wird zugleich entschlackt, die Stoffwechselgifte schneller ausgeschieden.  Dadurch kommt der Organismus wieder ins Gleichgewicht, ein Zuviel oder Zuwenig wird ausgeglichen, und Nerven, Kreislauf und die Immunabwehr werden gestärkt. Das frisch gestochene Moor kann sehr viel Wärme in den Körper transportieren, fördert die Durchblutung und hilft als unterstützende Behandlung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Es wird übrigens genau überprüft, welches Moor für Heilzwecke eingesetzt werden darf.

Überzeugen Sie sich selbst von der Wirkung des Moors!

Ihr Parkhotel Igls Team