Richtig fasten

Fasten hat in vielen Kulturen und Religionen eine lange Tradition, und mittlerweile sind auch Wissenschaft und Medizin von den positiven Effekten des Fastens überzeugt: Fasten ist enorm effektiv und wirkt auf verschiedenen Ebenen. So wird Fasten etwa bei Diabetes, Rheuma, Migräne oder Bluthochdruck als Therapieform empfohlen. Studien zeigen, dass es darüber hinaus bei vielen weiteren Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer, Multipler Sklerose und sogar während einer Chemotherapie den Körper unterstützen kann. Was aber macht das Fasten so wirksam für den Körper? Dr. Peter Gartner klärt die wichtigsten Fragen rund um das Thema.

Wie funktioniert Fasten?

Am ersten Tag des Fastens leeren sich die Zuckerreserven des Körpers vollständig, Eiweiß- und Fettreserven sind noch da. Der Körper empfindet Fasten als Gefahr und schüttet Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Diese Hormone wirken entzündungshemmend, sorgen aber auch für einen hellen, wachen Geist. Bereits bei einer sechzehnstündigen Essenspause reagiert der Körper auf vielfältige Weise. Das Fasten löst etwa Zellerneuerungsprozesse aus: Alte Zellbestandteile werden ausgemustert, abtransportiert und in Energie umgewandelt. Das Intervallfasten gilt daher als eine alltagstaugliche Form des Fastens und als echtes Anti-Aging-Wundermittel.

Wie oft sollte man fasten?

Eine Kurwiederholung nach sechs Monaten ist optimal, praktikabel ist jedoch auch eine jährliche Fastenkur über zwei bis drei Wochen.

Wie bereitet man sich auf das Fasten vor?

In der Woche vor Fastenbeginn sollte die Zufuhr stark übersäuernder Nahrungs- oder Genussmittel drastisch reduziert werden: Zucker, Fleisch und Alkohol sind ebenso zu meiden wie Rohkost sowie fettes und schwer verdauliches Essen. Bereits diese Umstellung bewirkt eine Verbesserung der Lebensqualität, sodass eine Vorfreude auf die eigentliche Behandlung entsteht!

Dame holt sich Tee bei Teestation
Bitterwasser Station im Park Igls

Dinner cancelling

Abends zu fasten bzw. Dinner Cancelling gilt als das gesündeste Fasten. Machen Sie das einmal pro Woche, sind das 52 Tage im Jahr, an denen ca. dreißig Prozent Kalorien eingespart werden. Nehmen Sie die letzte Mahlzeit zu Mittag ein. So hat der Darm eine lange Ruhepause und Zeit, Fett zu verbrennen. Studien haben übrigens ergeben, dass schon eine tägliche vierzehnstündige Fastenpause ausreichend ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, fastet sechzehn Stunden.

Wer sollte nicht fasten bzw. wann ist Vorsicht geboten?

Je milder die Diätstufe – und diese wird vom Mayr-Arzt individuell angepasst –, desto weniger streng sind die Gegenanzeigen: Bei psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie/Psychosen, Demenz oder schweren autoaggressiven Zuständen ist aber ebenso Vorsicht geraten wie bei unbehandelten Schilddrüsen- und Krebserkrankungen.

Paar beim Frühstück

Wirkung einer Mayr-Kur

Die Wirkung des Fastens und der Kur hält drei bis sechs Monate an. Viele übergewichtige Menschen berichten, dass sie in der ersten Zeit nach der Kur noch an Gewicht verlieren und unter weit weniger Beschwerden wie etwa Schmerzen oder Entzündungen leiden.

Dr. Gartner berät Dame
Gedeckter Tisch

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