„Die Mayr-Medizin kann man als moderne Präventionsmaßnahme betrachten“, sagt Dr. Peter Gartner, der ärztliche Leiter des Parkhotel Igls, im Gespräch mit Dr. Kurt Luger. „Man hat dabei früh ein Auge darauf, wie Krankheiten entstehen, und wartet nicht, bis alle roten Lichter leuchten und man einen Befund in Händen hat, der einen schwerwiegenden Eingriff erfordert.“

Prävention und Vorsorge in der Modernen Mayr-Medizin

Dr. Peter Gartner im Gespräch mit Dr. Kurt Luger

Eine Krankheit beginnt nicht mit einem pathologischen Zustand, sondern mit kleinen Schritten der Veränderung. F. X. Mayr definierte Gesundheitsstadien, die – so Dr. Gartner – vom geübten Auge des Arztes wahrzunehmen sind, aber auch vom achtsamen Patienten erspürt oder erfahren werden können.

„Dr. Franz Xaver Mayr sprach von fünf Stadien: vom optimalen Zustand, der praktisch nicht erreichbar ist; vom suboptimalen Zustand, vom durchschnittlichen Zustand und vom Zustand der Ungesundheit; dem folgt der Zustand der Krankheit. Wir sind im Parkhotel Igls in erster Linie mit dem durchschnittlichen und dem ungesunden Zustand konfrontiert. Da sind wir als Ärzte mit unserem schul- und komplementärmedizinischen Wissen gefragt, können eingreifen und viel erreichen, um den Körper wieder in die richtige Bahn zu bringen.“

Gesund oder krank – und dazwischen?

Beim suboptimalen Zustand etwa hat der Patient noch keine Beschwerden, auch die Laborwerte weichen noch nicht ab. Aber der Arzt kann erste Anzeichen von Veränderung erkennen. Beim durchschnittlichen Gesundheitszustand sind die Abweichungen deutlicher, die Blutwerte sind im Grenzbereich, ein Leberwert vielleicht schon überschritten. Der Schulmediziner wird noch weiter beobachten, denn die Person ist subjektiv noch beschwerdefrei.

Prävention und Vorsorge in der Modernen Mayr-Medizin

„Der Zustand der Ungesundheit – der noch nicht kranke Zustand – ist der häufigste Zustand des Zivilisationsmenschen. Man fühlt sich öfters schlecht, läuft ‚unrund‘, die Laborwerte sind abweichend, wenngleich noch nicht dramatisch. Der Hausarzt stellt vielleicht unspezifische entzündliche Veränderungen fest. In dieser Situation nimmt der Medikamentenkonsum drastisch zu, man sucht Hilfestellung beim Hausarzt, beim Psychotherapeuten, der erfahrene Apotheker setzt auf Vitamine, man probiert Homöopathie und auch die Nachbarin hat einen Geheimtipp, der bei ihrer Nichte schon erfolgreich war. Irgendwann erkennt man: So geht’s nicht weiter.

Wir empfehlen unseren Gästen einen Ganzkörpercheck und aufgrund unserer einander ergänzenden Diagnosemethoden kommen wir meistens dem Problem auf die Spur. Es geht also um Erkennung von schwerwiegenden körperlichen Veränderungen in einem möglichst frühen Stadium und ich würde sogar sagen, die Prävention ist das Um und Auf in der Mayr-Medizin! Denn im Zustand der Krankheit ist bereits ein Stadium erreicht, in dem die reparative oder kurative Medizin zur Anwendung kommen muss. Ein Tumor oder eine weit fortgeschrittene pathogene Entwicklung sind nicht mehr ohne gravierende Maßnahmen in den Griff zu bekommen.“

Prävention und Vorsorge in der Modernen Mayr-Medizin

Im Parkhotel Igls lernen die Gäste, mit ihrem Körper verantwortungsvoll umzugehen.

Das Prinzip der Achtsamkeit

Der Körper lügt nicht, aber man muss ihn richtig verstehen. Er sendet früh Signale aus, die ein achtsamer Beobachter nicht auf die leichte Schulter, sondern ernst nimmt. Männer sind da oft viel nachlässiger als Frauen, die mehr auf ihren Körper horchen und dessen Veränderungen aufmerksamer beobachten – wenngleich nicht immer aus gesundheitlichen Gründen!

Dr. Gartner nennt einige dieser Zeichen, die erste Hinweise darauf sein können, dass etwas nicht ganz stimmt oder sich etwas ankündigt.  „Wenn aufgrund klebrigen Stuhlgangs der Klopapierverbrauch steigt, kann sich der Darm bereits in einem Reizzustand befinden. Dem sollte man nachgehen. Blähungen durch die Ansammlung von Gasen im Darm können bis unter das Herz aufsteigen, dort ist der höchste Punkt des gesamten Darms. Die Schulter weicht nach oben aus und die Schultermuskulatur verhärtet sich in einer Ausgleichsfehlhaltung. Man geht zum Orthopäden, der schickt einen auf Kur, aber die Ursache wird damit nicht behoben. Was ist die Ursache? Zu wenig gut gekaut, zu spät und zu schwer Verdauliches gegessen – zum Beispiel um zehn Uhr abends rohes Gemüse – und schon bilden sich Gärungsprozesse. Es entstehen Alkohole und Gase, das eine beeinträchtigt die Leber, das andere sammelt sich im Darm.

Prävention und Vorsorge in der Modernen Mayr-Medizin

Kräftiges und langes Kauen vermeidet Störungen im Darm

Blähungen sollten abgeklärt werden, denn es könnte sich auch um eine Pilzbelastung handeln oder um eine der immer häufiger auftretenden Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln. Es könnte sogar die Darmschleimhaut porös sein, wodurch Reizstoffe in die Blutbahn geraten und Allergien erzeugen können. Wir wissen, dass ein intaktes Immunsystem in einem gesunden Darm wurzelt – und dass ein Großteil der Krankheiten von einem geschädigten Darm seinen Ausgang nimmt.“

Prävention ist das Um und Auf in der Mayr-Medizin

Prävention bedeutet eine langfristige Investition in die eigene Gesundheit und sollte daher schon in jüngeren bzw. mittleren Jahren erfolgen. Stellen Männer Symptome wie häufigen Harndrang während der Nacht oder ein Nachträufeln des Harns fest, so kann dies ein erster Hinweis auf eine Vergrößerung der Prostata, eine Prostatahyperplasie, sein. Früh genug erkannt, ist dies gut behandelbar, andernfalls kann sich daraus eine sehr ernsthafte und unangenehme Männerkrankheit entwickeln. Mit der neuen Ultraschalltechnologie kann im Parkhotel Igls eine präzise Diagnose erstellt werden und eine therapeutische Behandlung erfolgen. Prävention ist somit die Verbindung von komplementärmedizinischer und erfahrungsheilkundlicher Mayr- Medizin mit schulmedizinisch etablierten Vorsorgemaßnahmen. Im Parkhotel Igls wird beides auf höchstem Niveau praktiziert.

Bleiben Sie achtsam – und achten Sie auf die Signale Ihres Körpers!
Ihr Parkhotel Igls Team