Medizin

Schlafstörungen im Schlaflabor diagnostizieren

Für viele nimmt das Schäfchenzählen Nacht für Nacht kein Ende. Tendenz steigend. Allein in Österreich sollen 25 % der Bevölkerung von Schlafstörungen betroffen sein. Chronische Müdigkeit scheint für immer mehr Menschen zum quälenden Dauerthema zu werden. Mit fatalen Folgen. Denn laut Statistik ist der Sekundenschlaf – neben Ablenkung am Steuer – inzwischen die häufigste Unfallursache auf der Straße. Monotone Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum (wie etwa Autobahnfahrten), lange Schichtdienste, anstrengende Arbeitstage oder Partynächte münden mitunter in extremer Müdigkeit. Hinter chronischer Müdigkeit verbergen sich jedoch zumeist Schlafstörungen. Und derer gilt es so schnell wie möglich Herr zu werden.

Schlafstörungen Schlaflabor Park Igls in Igls Innsbruck Tirol Austria

Doch was hilft bei Schlafstörungen?

Wie besser schlafen? Am besten lässt man sich bzw. den Schlaf zuerst einmal gründlich im Schlaflabor untersuchen. Oder noch besser: im mobilen Schlaflabor. Der Vorteil des mobilen Schlaflabors: Die Messung findet in einem entspannten Umfeld statt, frei von beeinflussenden Faktoren. Wie etwa in Ihrem Hotelzimmer während Ihres entspannten Kuraufenthalts im Gesundheitszentrum Park Igls.
Wir haben mit Dr. med. Peter R. Gartner, medizinischer Leiter @Moderne Mayr Medizin – Park Igls (Tirol), über Schlafstörungen gesprochen. Hier fassen wir die wichtigsten Infos für Sie im Überblick zusammen.

Wann sollte man den Arzt aufsuchen?

Es gibt etwa 100 unterschiedliche Schlafstörungen – vom Schlafmangel über Störungen der Schlafqualität und -zeit bis hin zum übermäßigen Schlafen. Frühsymptom einer Schlafstörung ist in den meisten Fällen die Tagesmüdigkeit. Oft verwechseln Betroffene Schlafquantität (z. B. „Vor lauter Arbeit bekomme ich nicht genug Schlaf“) mit Schlafqualität, das heißt, der Schlaf ist schlichtweg nicht erholsam. Im fortgeschrittenen Stadium, etwa beim wiederholten Auftreten von Sekundenschlaf am Steuer, ist gewiss, dass Schlafstörungen, wie etwa Schlafapnoe, im Spiel sind. Hier muss unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Gerade Schlafapnoe, eine nächtliche Häufung von Atemaussetzern, ist potenziell lebensbedrohlich. Ein weiteres verdächtiges Symptom von Schlafstörungen ist Bluthochdruck.

Wie kann man die Ursachen von Schlafstörungen messen?

Mit der Polysomnografie im Schlaflabor. Hier werden Schlaftiefe, -verlauf und -qualität untersucht. Dabei werden Hirnaktivität (mittels EEG), Herzaktion (EKG), Atmungsaktivitäten und -geräusche, Muskelspannung, Augenbewegungen, Körperlage und Bewegungen, Körpertemperatur sowie Sauerstoffsättigung des Blutes während des Schlafs im Schlaflabor gemessen.

Lassen sich physische UND psychische Ursachen im Schlaflabor diagnostizieren?

Ja, meist sogar vor dem Schlaflabor im ersten Arztgespräch. Einschlafstörungen mit Grübelzwang bzw. Einschlafstörungen nach nächtlichem Aufwachen deuten stark auf psychisch bedingte Schlafstörungen hin. Während sich körperlich verursachte Schlafstörungen, etwa durch Asthma, chronische Schmerzen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gerne im Schnarchen äußern, das übrigens auch durch eine geschwächte Rachenmuskulatur bedingt ist.

Was ist das mobile Schlaflabor?

Gegenüber dem stationären Schlaflabor hat das mobile Schlaflabor den großen Vorteil, dass der Schlafmediziner an Ihr Bett kommt. Das Schlaflabor findet also in Ihrem Hotelzimmer in entspannter Umgebung statt.Die Messung ist daher noch genauer – weil die beeinträchtigenden Eindrücke im fremden Schlaflabor ausbleiben.

Wie geht’s nach dem Schlaflabor weiter?

Zunächst wird die Frage beantwortet, ob überhaupt eine Therapie notwendig ist. Dann entscheidet der Schlafmediziner, wie die Schlafstörung am besten behandelt werden kann. Die Palette an Maßnahmen reicht vom Einnähen eines Tennisballs in das Rückenteil des Pyjamas (für „Rückenschnarcher“) über die Anpassung einer speziellen Schlafmaske bis hin zu chirurgischen Eingriffen.

Schlafstörungen Schlaflabor EEG Park Igls in Igls Innsbruck Tirol Austria

Besser schlafen – Selbsthilfe leicht gemacht!

Mit folgenden einfachen Maßnahmen fördern wir gesunden Schlaf aus eigener Kraft:
• Unsere Ernährung & Verdauung wirken sich auf den Schlaf aus. Wichtig: Auf schwere Mahlzeiten am Abend verzichten – auch dem Körpergewicht zuliebe!
Alkohol erleichtert zwar das abendliche Einschlafen, nicht jedoch das Wiedereinschlafen nach nächtlichem Erwachen.
Appetitzügler können zu Schlafstörungen führen.
Regelmäßige Bewegung & körperliches Training beugen Schlafstörungen vor.
Beruhigende Einschlafrituale wie Lesen, Meditieren oder Entspannungsmusik, etwa Alphawellenmusik, wirken sich günstig auf den Schlaf aus.
Digital Detox: Gönnen Sie sich abends bzw. nächtens eine Pause von Handy, Tablet, PC, Fernseher & Co. Wirkt Wunder!
Ruhe bewahren: Nachts aufzuwachen ist keine Schlafstörung, sondern völlig normal. Tipp: Schauen Sie nicht auf die Uhr …!

Sie wünschen medizinische Hilfe? Wir sind gerne für Sie da. Besser schlafen wie im Schlaf …

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