Medizin

Gesunder Darm fördert gesunde Haut!

Strahlende Haut geht Hand in Hand mit Moderner Mayr-Medizin!

„Was ist Ihr Verständnis von Kosmetik?“, haben wir Sonja Sojer gefragt, die seit 25 Jahren die „Kosmetik im Park Igls“ leitet. „Die Gesundung der Haut“, antwortet sie, ohne zu zögern. Die Mayr-Prinzipien sind die Säulen des selbstständigen Kosmetikinstituts, das sich als Partner des Gesundheitszentrums Park Igls versteht. Deshalb haben wir Chefarzt Dr. Peter Gartner zum gemeinsamen Gespräch mit Sonja Sojer gebeten – über gesunde und schöne Haut und was Kosmetik dazu beitragen kann.

Gesunder Darm fördert gesunde Haut Moderner Mayr-Medizin Gesundheitszentrum Park Igls Innsbruck Tirol Austria - Chefarzt Dr Gartner Kosmetik Sonja Sojer

DIE HAUT ALS SPIEGEL DES DARMS

Sonja Sojer: Wir betrachten die Haut als Organ, gehen auf individuelle Bedürfnisse ein und unterstützen den Detox-Prozess, der durch die Mayr-Therapie in Gang kommt. Dieses Verständnis lebe ich seit 25 Jahren in meinem Institut – zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen.

Dr. Peter Gartner: Es ist interessant, dass Dr. F. X. Mayr bereits in einem seiner ersten Bücher dem Zusammenhang von Schönheit und Verdauung auf den Grund geht. Wie sehen Gesichter vor und nach der Kur aus? Diese Veränderung des Hautbildes machen wir im Park Igls mit den Vorher-Nachher-Fotos sichtbar. Durch die Kur werden elastische Fasern wieder dehnbarer, Schlackenstoffe werden ausgeschieden, der Stoffwechsel verbessert sich. Die Haut ist der optisch wahrnehmbare Spiegel des Darms. Dann müssten doch die Mayr-Prinzipien genügen, könnte man meinen. Wieso gibt es Kosmetik im Park Igls, wo doch wahre Schönheit von innen kommt? Für mich als Arzt sind kosmetische Behandlungen eine gute Ergänzung unserer Kurerfolge. Vor allem, da wir großen Wert auf Kooperation legen. So werde ich etwa bei neuen Behandlungsmethoden in der Kosmetik hinzugezogen.

S. Sojer: Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Bäderabteilung im Park Igls, die auch Körperkosmetik anbietet. Nur so können wir unsere Behandlungen aufeinander abstimmen, die sich sinnvoll ergänzen. Das Verständnis von Kosmetik sowie die Art der Behandlungen haben sich in den vergangenen zehn bis 20 Jahren maßgeblich verändert. Die Haut wird wissenschaftlich intensiver erforscht, aber auch die Überempfindlichkeiten der Haut wie allergische Reaktionen oder hypersensible Haut haben zugenommen. Hinzu kommt der Kur-Effekt, der die Haut generell sensibler macht.

Dr. Gartner: Wir nennen das „Kurekzem“. Die Haut erfährt während einer Kur Manipulationen durch Massagen, Behandlungen oder Wasseranwendungen. Ein Teil der sauren Giftstoffe wird ebenfalls über die Haut ausgeschieden, die entsprechend reagiert. Unsere Lebensumstände, was wir zu uns nehmen – fast alles zeigt sich an der Haut, vor allem alles, was mit dem Darm zusammenhängt. Deshalb ist für Mayr-Ärzte die Optik der Haut ein wichtiger erster Eindruck bei der Anamnese.

KOSMETISCHE KÖRPERSTRAFFUNG

S. Sojer: Bei Körperbehandlungen arbeiten wir Hand in Hand mit der Bäderabteilung des Park Igls. Ich kenne die Therapiepläne und biete ergänzende Behandlungen an – wie etwa die Pneumatische Pulsationsmassage (PPM), bei der pulsierende Saugglocken das Bindegewebe sanft, aber intensiv bearbeiten und es dadurch stärken und straffen. Der verstärkte Lymph- und Blutfluss unterstützt den Detox-Vorgang. PPM lässt sich auch im Gesicht (mit kleineren Saugglocken) anwenden, die Wirkung ist sicht- und spürbar. Dazu tragen auch die Terra-Vit-Wickel der Bäderabteilung bei.

Dr. Gartner: PPM greift das Prinzip der Mayr’schen Bauchbehandlung auf, bei der es nicht darum geht, Fett abzubauen, sondern Schlackenflüssigkeit aus dem Fettgewebe abzutransportieren.

S. Sojer: Da wir die Vorgänge während einer Kur kennen und mit unseren Gästen sprechen, können wir gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen. Bei einer Kurkrise oder wenn sie stärker auf sanftere Reize reagieren, empfehlen wir Wohlfühlbehandlungen mit Kräuterauszügen und ätherischen Ölen. Unsere Farb-Vakuum-Behandlung etwa ähnelt der PPM-Behandlung, das Vakuum baut sich aber langsamer auf und wirkt in Kombination mit Lichtfrequenzen.

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GESICHTSBEHANDLUNGEN: SANFT UND EFFEKTIV

S. Sojer: Im Gegensatz zur ästhetischen Medizin arbeitet die Kosmetik meist nicht invasiv. Mit Reviderm, unserem langjährigen Partner, verfügen wir über die neuesten Technologien und über die entsprechenden Pflegeprodukte, mit denen wir ganz gezielt auf Hautprobleme eingehen und so die Vitalität der Haut und ihre Gesundung fördern können. Bei der Mikrodermabrasion etwa werden tote Zellen von der obersten Hautschicht abgetragen – schmerzfrei, sanft und doch gezielt. Mithilfe eines speziellen Ultraschallgeräts, dem Cell Jet, wird das Gewebe im Mikrobereich massiert, wodurch Wirkstoffe in tiefere Hautregionen eindringen können. Mikrodermabrasion hilft bei Elastizitätsverlust der Haut, erweiterten Poren, Lichtschäden, Trockenheit oder Fältchen, die Haut wird gestrafft und gleichzeitig widerstandsfähiger. Die Effekte zeigen sich bereits nach einer Behandlung, für längerfristige Erfolge empfehlen wir drei bis vier Sitzungen.

SPEZIALFALL COUPEROSE

Dr. Gartner: Dabei handelt es sich um die Erweiterung oberflächlicher kleinster Hautgefäße, vor allem im Gesicht. Diese Rötungen sind an sich harmlos, sie können aber in Zusammenhang mit Erkrankungen auftreten und beispielsweise zu Rosacea (Kupferrose) führen. Exzessiver Alkoholkonsum kann ebenso derartige Gefäßerweiterungen zur Folge haben, genauso wie die Alkoholproduktion im Darm. Ein Beispiel dafür ist der regelmäßige Verzehr von Rohkost, etwa einer großen Portion Salat, am Abend. Die Nahrung bleibt im Dünndarm liegen, beginnt dort zu gären, Gärungsalkohol entsteht. Das kann paradoxerweise zur Fettleber bei Vegetariern führen und lähmt die kleinsten Hautgefäße, die sich als Folge davon erweitern und röten.

S. Sojer: Hier erzielen wir mit der Søby-Massage, benannt nach ihrem Erfinder, einem dänischen Hautarzt, gute Erfolge. Die Rötungen und Schwellungen im Gesicht klingen rascher ab. Richtig erlernt, kann die Massage auch von den Betroffenen selbst praktiziert werden. Weiters können Schallbehandlungen und verschiedene Wirkstoffe das Ausbreiten der Couperose stoppen. Dieser Fall zeigt auch, dass in der Kosmetik die gesunde Ernährung eine wesentliche Rolle spielt und im Rahmen der Ausbildung gelehrt wird.

WAS IST GIFT FÜR DIE HAUT?

Sonja Sojer und Dr. Peter Gartner unisono: Die Dosis macht das Gift, aber …

Dr. Gartner: … Rauchen erhöht die Talgproduktion und ist daher für eine gesunde Haut nicht förderlich. Ebenso sind extreme Witterungseinflüsse schlecht für die Haut bzw. erfordern einen speziellen Schutz. Umwelteinflüsse und Schlafmangel spiegeln sich ebenfalls in der Haut wider.

ZU VIEL DES GUTEN

S. Sojer: Wir sehen häufiger „überpflegte“ Haut – ob am Körper oder im Gesicht. Stark schäumende Mittel, die viel alkalische Waschsubstanz enthalten, tun der Haut nicht gut, wenn sie täglich oder sogar zweimal täglich angewandt werden. Gesunde Haut regeneriert sich selbst, deshalb rate ich oft zu „weniger ist mehr“. Effiziente Pflege ist auf das individuelle Hautbild abgestimmt, da sollte man einer gut ausgebildeten Kosmetikerin vertrauen.

Dr. Gartner: Alles, was über ein Stück Naturseife hinausgeht, ist nicht notwendig. Das ist meine, zugegeben radikale, Aussage dazu. Seifenstücke sind generell hautfreundlicher als flüssige Seife, und im Park Igls stellen wir in den Zimmern bewusst keine Körperlotionen bereit. Vom ärztlichen Standpunkt aus ist das Eincremen der Haut nur bei krankhafter Trockenheit notwendig.

Frage an Dr. Peter Gartner: „Was sind Schlacken?“ 

Schlacken sind Stoffwechsel-Endprodukte, die der Körper nur in gewissen Mengen ausscheiden kann. Wird diese Kapazität überschritten, muss er die Substanzen weiterverarbeiten oder ablagern. Eiweiß etwa kann der Körper nicht ausscheiden. Es kommt zur Einlagerung von Aminosäuren im Bindegewebe, dadurch erhöht sich der hydrostatische Druck, der Druck auf kleinste Blutgefäße. Das kann der Beginn von Durchblutungsstörungen sein. Der Schlackenstoff Nummer 1, Laktat, bildet sich, wenn Kohlenhydrate vergoren werden. Geht die Zufuhr von Kohlenhydraten, die per se nicht „schlecht“ sind, mit Bewegungsmangel einher, kommt es zum „Couch-Potato-Syndrom“, einem gesundheitsschädlichen Übergewicht. Kohlenhydrate sollten immer dann konsumiert werden, wenn man sich bewegt. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich auch mit den Advanced Glycation Endproducts, kurz AGEs, Substanzen, die etwa bei häufigem Verzehr von Gebratenem oder Gegrilltem entstehen und dann ebenfalls zu Einlagerungen führen.

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