Medizin

Wie geht es Ihren Faszien?

Wenn Sie diese Frage nicht beantworten können, weil Sie gar nicht wissen, was Faszien sind, dann machen Sie sich keine Sorgen. Die wenigsten wissen, wie wichtig dieses elastische Bindegewebe für unseren Körper und seine Gesundheit ist.

Park Igls Gesundheitszentrum Tirol Faszien Faszientraining

Die Hauptfunktion der Faszien besteht darin, alle Organe, Muskeln, Knochen, Gelenke und Nerven zu umschließen und miteinander zu verbinden. Lange Zeit betrachtete man die Faszien als relativ nutzloses und uninteressantes »Hüllgewebe«. Mittlerweile weiß man aber, dass sich in den Faszien über 80 % der freien Nervenenden und Schmerzrezeptoren befinden – viel mehr als in jedem Muskel. Verkleben oder verhärten die Faszien, sind Beschwerden also vorprogrammiert.

Stoßdämpfer des Körpers

Faszien wurden in der Vergangenheit von Therapeuten kaum wahrgenommen und als nicht sehr wichtig angesehen. Doch das ändert sich gerade grundlegend: Inzwischen bezeichnen viele Mediziner, Therapeuten und Forscher das Fasziengewebe bereits als »größtes Sinnesorgan des Menschen« und empfehlen ein regelmäßiges Training sowie eine basenreiche Ernährung, die vor Elastizitätsverlust durch Übersäuerung schützt.

»Regelmäßiges Training, z.  B. mit einer Faszienrolle oder durch gezielte dynamische Bewegungen, ist daher wichtig«, erklärt Alexander Ataii. Der Physiotherapeut im Gesundheitszentrum Park Igls leitet regelmäßig die im Tagesprogramm ausgeschriebenen Faszientrainingseinheiten und verweist auch aus eigener Erfahrung darauf, dass sich Fehlhaltungen, Bewegungsmangel und Stress eben nicht nur auf die Muskulatur, sondern auch auf die Faszien auswirken können.

Auch wenn die Krankheitsbilder der Faszien erst im Ansatz erforscht sind, scheint bereits jetzt klar zu sein, dass sie wohl für einen Großteil der »unerklärbaren Rückenschmerzen« verantwortlich sind. Der Faszienforscher Dr. Robert Schleip spricht in diesem Zusammenhang vom »Dominoeffekt des Körpers« und verweist darauf, dass eine Verletzung am Knie beispielsweise auch Jahre später noch Auslöser von Schulterschmerzen sein kann.

Faszien nicht übersäuern!

Zu den Hauptauslösern von Faszienverklebungen gehören neben sportlicher Über- und Unterforderung auch Stress, OP-Narben, Bestrahlungen, zu lang eingegipste Knochen – und eine falsche Ernährung. Vor allem eine nahrungsbedingte Übersäuerung des Körpers schadet den Faszien extrem. Übersäuertes Bindegewebe verhärtet und beeinträchtigt dadurch die Muskelaktivität sowie den Blut- und Lymphfluss. Eine basenreiche Ernährung, wie sie die Moderne Mayr-Cuisine im Park Igls bietet, kann hier sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch wirken.

Physiotherapeut Alexander Ataii:

„Am besten, Sie integrieren diese drei simplen Übungen in den Alltag und führen sie einfach zwischendurch aus – in kurzen Büropausen oder abends auch mal vor dem Fernseher. Jeweils 3 Sätze à 20 Wiederholungen wären perfekt!“

Faszientraining fürs Büro und für zu Hause

  • Federn, hüpfen und springen Sie entspannt auf einem weichen Untergrund
  • Kniebeugen mit einer Faszienrolle die zwischen Rücken und Wand auf- und abrollt
  • Im Stehen Rumpf leicht vorbeugen und die Hände über den Knien aufsetzen, das Gewicht jeweils auf eine Seite verlagern und das Bein der anderen Seite durchstrecken

 

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