Ernährung

Clean Eating mit Moderner Mayr-Cuisine

Ernährungstrend Clean Eating – Park Igls voll im Trend

Mit Clean Eating soll Übergewicht reduziert, der Blutzuckerspiegel stabil gehalten und das Wohlbefinden gesteigert werden. Doch was bedeutet der Ernährungstrend konkret? Dr. Peter Gartner, medizinischer Leiter im Gesundheitszentrum Park Igls, und Küchenchef Markus Sorg erklären, was es mit dem aktuellen Ernährungstrend auf sich hat, warum die Moderne Mayr-Cuisine hier schon seit Jahrzehnten die Nase vorne hat und worauf Vegetarier und Veganer speziell achten sollten.

Dr. Gartner, medizinischer Leiter Park Igls: Aus der Mayr-Medizin wissen wir, dass man Rohkost zwar verwerten kann – jedoch nur am Anfang des Tages und am Anfang einer Mahlzeit.

Clean Eating Moderne Mayr Cuisine Park Igls Gesunde Ernährung

Clean Eating bedeutet, Nahrung in ihrer reinsten Form aufzunehmen, unverarbeitet, ohne Zusatzstoffe wie künstliche Konservierungsmittel, Süß-, Farb- und Aromastoffe. Eigentlich nichts Neues für Gesundheitsbewusste!

Dr. Peter Gartner: Was wie die Neuerfindung des Rades klingt, ist in Wirklichkeit alter Wein in neuen Schläuchen. Wer sich – wie das Gesundheitszentrum Park Igls – seit über 25 Jahren mit wertvoller, vollwertiger und damit überwiegend biologischer Ernährung auseinandersetzt, dem sind die Grundprinzipien des Clean Eatings schon längst vertraut.

Markus Sorg: Das Grundprinzip des Clean Eatings ist seit Jahren Basis der Modernen Mayr-Medizin. Mit dem neuen Namen wird Bewährtes für den Konsumenten nur wieder attraktiver gemacht.

Als eine Faustregel für ≫Clean Eater≪ gilt: Kaufen Sie nichts Verpacktes! Ist es so einfach, sich gesund zu ernähren?

Dr. Gartner: Die Clean-Eating-Bewegung hat sich bei der Zusammenstellung ihrer »zehn Gebote«
recht freizügig bei etablierten Ernährungsphilosophien bedient: reichhaltiges Frühstück (Mayr-Medizin), Obst und Gemüse der Saison (Slow Food), Zuckerreduktion, Meiden von Süßstoffen und Bevorzugung guter Fette (Moderne Mayr-Medizin), daneben Empfehlungen, die – zumindest in Europa – heute jeder kennt (salzarm, keine künstlichen Zusatzstoffe, Alkoholreduktion). Nichts
Verpacktes kaufen heißt im Grunde, auf dem Markt zu kaufen – damit erfüllt man natürlich automatisch die Forderungen nach saisonaler und regionaler Küche.

Markus Sorg: Zusätzlich gibt es immer mehr kleine Läden, die ihre Waren lose anbieten. In der Umsetzung dieser Maximen werden dem Verbraucher allerdings vor allem in der Nahrungsmittelindustrie noch viele Steine in den Weg gelegt.

Clean Eating Moderne Mayr Cuisine Park Igls Dr. Gartner

Die extremen Vertreter des Clean Eatings verzichten auf tierische Produkte und Getreide und setzen rein auf Rohkost. Kann der Organismus auf Dauer reine Rohkost verarbeiten?

Dr. Gartner: Der Homo sapiens hat im Laufe der Evolution immer wieder gelernt, die unterschiedlichsten Nahrungsmittel zu essen und zu verdauen. Vermutlich sind wir deshalb überhaupt noch als Art existent. Unsere erste Nahrung waren –neben Beeren – Knochenmark und Gehirn von Beutetieren, aus heutiger Sicht wenig appetitlich. Erst in der letzten Zwischeneiszeit, vor rund 10.000 Jahren, haben wir gelernt, auch rohe Blätter zu essen. Aus der jahrzehntelangen Erfahrung der Mayr-Medizin wissen wir, dass man Rohkost zwar verwerten kann – jedoch nur am Anfang des Tages und am Anfang einer Mahlzeit. Wir empfehlen daher Obst zum Frühstück und Salat als Vorspeise zu Mittag. Danach können wir Rohkost nicht mehr ausreichend verdauen, es entstehen vermehrt Gärungsgase und Fuselalkohole, die die Darmschleimhaut schädigen.

Markus Sorg: Unser Verdauungsapparat ist bei Rohkost sehr gefordert, Gekochtes hingegen kann sofort in die einzelnen Bausteine zerlegt und somit leichter und schneller verdaut werden.

Bleiben dabei nicht die Nährstoffe auf der Strecke? Und was ist mit dem viel gepriesenen Eiweiß?

Dr. Gartner: Bei einem Körpergewicht von 60 Kilogramm ist eine Zufuhr von mindestens 30 Gramm reinem Eiweiß empfehlenswert, höchstens jedoch 50 Gramm, sonst kommt es zur sogenannten Eiweißverschlackung. Bei 80 Kilogramm Gewicht sind die Grenzen 40 bis 65 Gramm täglich. Tierische Eiweißquellen werden generell überbewertet: Während Fisch und Fleisch nicht einmal 20 Prozent Eiweiß enthalten, enthalten Linsen 25, Sojabohnen sogar 35 Prozent hochwertiges Eiweiß.

Markus Sorg: Die biologische Wertigkeit ist bei dieser Ernährungsform zu beachten. Das bedeutet, inwieweit das Nahrungsmitteleiweiß vom Organismus aufgenommen werden kann. Bei richtiger Kombination ist die Aufnahme besser gewährleistet und unser Körper kann gut damit arbeiten.

Clean Eating Moderne Mayr Cuisine Park Igls Küche

Neben dem Clean Eating nimmt auch der Trend zu einer vegetarischen oder veganen Lebensweise stark zu, sei es aus gesundheitlichen oder moralischen Gründen. Aber kann man seinen Körper als Vegetarier oder Veganer ausreichend mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgen?

Dr. Gartner: Bei der veganen Ernährungsweise werden ausschließlich Pflanzen verzehrt, wenngleich
Algen und Pilze, entwicklungsgeschichtlich, mehr zu den Tieren als zu den Pflanzen zählen. Sich vegan zu ernähren ist kurzfristig absolut kein Problem, langfristig muss man jedoch vor Mangelerscheinungen auf der Hut sein. Vegetarisch dagegen können wir sehr gut leben. Man muss sich jedoch bewusst machen, dass die Vorverdauung bei pflanzlicher Kost eine noch größere Rolle spielt als bei anderen Kostformen. Kauschwäche lässt vermehrt Gärungsalkohole im Verdauungstrakt entstehen – nicht selten finden wir bei vegetarisch bzw. vegan lebenden Patienten eine Verfettung der Leber. Also: kauen, kauen, kauen!

Markus Sorg: Aus gesundheitlicher Sicht sehe ich die vegetarische Ernährung nicht problematisch,
bei der veganen Ernährung werden meine Zweifel dagegen größer. Auf Dauer wird der Verdauungstrakt stark gefordert. Bei älteren Menschen und Schwangeren würde ich diese Ernährungsform nicht empfehlen.

Worauf müssen Vegetarier und Veganer bei der Zusammensetzung ihrer Speisen und Ernährungspläne besonders achten, um Mangelerscheinungen vorzubeugen?

Dr. Gartner: Die häufigste Mangelerscheinung bei Vegetariern und – mehr noch – bei Veganern ist der Vitamin-B12-Mangel. Vitamin B12 ist für die Blutbildung und das Nervensystem notwendig und kann ausschließlich über Nahrungsmittel tierischer Herkunft wie Eier oder Milchprodukte aufgenommen werden. Ovolaktovegetarier haben somit die klassischen Vitamin-B12-Mangelsymptome Müdigkeit, Schwäche und Depression nicht zu befürchten.

Markus Sorg: Deshalb sollten sich Veganer und Vegetarier mit Gesundheits-Checks absichern und sich von Ernährungsberatern begleiten lassen.

Clean Eating Moderne Mayr Cuisine Park Igls gesundes Gemüse in Diät einbauen

Fazit: Die Moderne Mayr-Cuisine ist Clean Eating par excellence und in seiner gesündesten Form. Kann man die Moderne Mayr-Cuisine auch als Vegetarier praktizieren?

Dr. Gartner: Selbstverständlich! Unsere kreativen »Kochmagier« haben extra zu diesem Zweck hochwertige Eiweißzulagen auf Basis von Algen oder Sprossen entwickelt, unsere vegetarischen
Gäste lieben es!

Markus Sorg: Natürlich! Vegetarische Gerichte werden immer beliebter und werden von unseren Gästen sehr gut angenommen. Für mich ist wichtig, aus wunderschönem Gemüse, Kräutern, Salaten, Pilzen usw. Gerichte zu kreieren, die den Fisch- und Fleischgerichten in nichts nachstehen. Genau genommen fördern diese Gerichte unsere Kreativität und eröffnen uns neue Möglichkeiten.

Haben Sie’s gewusst?

•   Vitamin-B12-Mangel ist die häufigste Mangelerscheinung bei Vegetariern und vor allem Veganern.
•   Entwicklungsgeschichtlich bestand unsere erste Nahrung aus Beeren, Knochenmark und Gehirn von Beutetieren.
•   Rohkost sollte der Verdauung zuliebe nur zum Frühstück und als Vorspeise vor dem Mittagessen auf dem Speiseplan stehen.
•   Bei der Verwertung pflanzlicher Nahrung spielt die Vorverdauung (im Mund) eine wesentliche Rolle – deshalb sollten Vegetarier und Veganer besonders gut kauen!

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